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Entwicklung der Heizkosten von 2001 bis 2018

Im Januar 2019 habe ich mich dem Bündnis für bezahlbares Wohnen und der Vereinigung Mietwucher Kiel angeschlossen. Seitdem haben mir viele Bewohner unserer Stadt ihre Heiz- und Betriebskosten vorgelegt, weil sie sich die gravierenden Kostensteigerungen nicht erklären konnten. Alle Abrechnungen stammen aus dem Hause VONOVIA.

Dieses Diagramm zeigt die Gesamtkosten meiner Heizkostenabrechnungen von 2001 bis 2018.

Alle Positionen der Heizkostenabrechnugen von 2001 bis 2018

In den Jahren 2003 und 2014 hatte die Abrechnugsfirma Ista die Messgeräte zu spät ausgetauscht und musste den Mietern die Kosten für die Messgeräte und 15 % der Heizkosten erstatten. Auf eine Anzeige beim Eichamt hatte ich verzichtet. Da wäre ansonsten noch ein saftiges Bußgeld von bis zu 6000 Euro pro nachgewiesenem Fall fällig geworden.

Daher habe ich im nächsten Diagramm die Jahre 2003 und 2014 ausgeblendet. Dies gilt auch für die Brennstoffkosten, da die Heiznebenkosten nachfolgend ausgewertet werden.

Heizkostenpositionen ohne Brennstoffe und die Jahre 2001 bis 2018
Im September 2015 hatte VONOVIA unsere Liegenschaft übernommen und die Kosten stammen noch vorwiegend von dem Voreigentümer. Dies erklärt die geringen Kosten für den Betriebsstrom. Die Stadtwerke rechneten zu der Zeit immer von März bis Februar ab und die Kosten mussten daher immer abgegrenzt werden. Hier war VONOVIA offensichtlich überfordert.

2016 ist das Vonovia offensichtlich aufgefallen, denn da wurden realistische Werte für den Betriebsstrom abgerechnet. In 2017 und 2018 wurden jeweils etwa 1100 Euro als Betriebsstrom für Brenner und Pumpe abgerechnet. Dieser Wert kann aus technischer Sicht nicht stimmen. Entweder ist das ein frei erfundener Wert oder es sind die Stromkosten für die Beleuchtung des Treppenhauses und der Haustür enthalten. Eine Klärung ist ohne Besichtigung der Messeinrichtung nicht möglich.

Die Wartungskosten waren vorher immer konstant bei 179 Euro, stiegen 2016 auf weit über 1000 Euro, obwohl hier die reinen Lohnkosten für 2 bis 2 1/2 Stunden für einen Heizungsmonteur anfallen. Ab 2017 hat VONOVIA das aufgrund meiner Beschwerde berücksichtigt und sich 2018 an dem Wert von 2001 bis 2014 orientiert.

2019 wurden die geeichten Messgeräte ausgetauscht, obwohl sie noch für 3 weitere Jahre geeicht waren.

Dieser chaotischen Kurvenverlauf (hier ab 2015) ist bei allen Heiz- und Betriebskostenabrechnungen aus dem Hause VONOVIA zu sehen. Das sind keine normalen Schwankungen, die sich zwangsläufig ergeben. Ist es Betrug, Willkür oder Unfähigkeit? Diese Frage wird wohl erst vor Gericht geklärt werden können.

Unsere Demo in Mettenhof

Am 26.04.2019 hatten wir unsere erste Demo gegen die Praktiken von Vonovia und anderer Großvermieter.

Obwohl wir bisher noch nicht in allen betroffenen Stadteilen für unsere Veranstaltung geworben hatten, sind 350 bis 400 Kieler unserem Aufruf gefolgt. Als der Zug auf der Kreuzung Skandinaviendamm längere Zeit stehen blieb, dachten viele Demonstranten, die Demo sei am Endpunkt angelangt und der Zug verdünnte sich.

Beim nächsten Mal, haben wir dann alle Stadtteile erschlossen und hoffen auf eine noch höhere Beteiligung betroffener Mieter. Für den Anfang war die Veranstaltung ein großer Erfolg.

Alle, die sich das Video anschauen wollen, folgen dem Link.
Zum Video unserer Demo in Mettenhof

Instandhaltung als Modernisierung abgerechnet

Reparaturkosten der Heizung wurden als Modernisierung abgerechnet.

In der Koloniestraße in Kiel musste der Heizkessel ausgetauscht werden. Vonovia hat das natürlich als Modernisierung abgerechnet. Auch hier beschweren sich die Mieter über auswuchernde Betriebskosten und Leistungen die gar nicht erbracht worden sind. Es fallen die Hausmeisterleistungen, Sach- und Haftpflichtversicherungen und die Pflege der Außenanlagen besonders auf. Weiterlesen